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  • Ältere Menschen im neuen Erasmus+ Programm (no reactions)

    10.2.2015 11:43
    In der letzten Förderperiode des Programms für Lebenslanges Lernen (2007 – 2013) bildeten ältere Menschen in Europa eine der wichtigsten Zielgruppen. Als Antwort auf die demografische Veränderung in Europa gab es viele verschiedene Möglichkeiten, um ältere Menschen aktiv als Lernende in Projekte und Mobilitäten zu integrieren, wie zum Beispiel durch das „Senior Volunteering Programme“. In der ForAge Datenbank sind viele dieser Projekte zu finden, auch mit Links zu den jeweiligen Internetseiten. 2014 startete eine neue Förderperiode, die für die nächsten sieben Jahre aktuell ist. Das neue Erasmus+ Programm brachte wichtige Veränderungen und auf den ersten Blick scheint es, dass ältere Menschen nun plötzlich vom neuen Programm ausgenommen sind. Die Zielgruppe des Programms sind nunmehr „jüngere Menschen“ und ältere Menschen scheinen nicht mehr gemeint zu sein. Wie ist Ihre Meinung dazu?
  • Intergenerationelles Lernen (no reactions)

    31.7.2014 16:31
    Die Grundtvig Lernpartnerschaft GATE – GENERATIONS AGEING TOGETHER (2012-1-GB2-GRU06-08455) beschäftigte sich mit guter Praxis in Bezug auf Lernmöglichkeiten für ältere Menschen im Zusammenhang mit aktivem Altern. Zwangsläufig bezog sich das Projekt auch auf intergenerationelles und gegenseitiges Lernen. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektwebsite: http://gateproject.wikispaces.com Als Endprodukt entwickelte das Projektteam den GATE Guide (downloadbar unter http://gateproject.wikispaces.com/Outcomes) Aus den Diskussionen der Lernpartnerschaft haben sich zwei Fragen ergeben: 1) In den letzten Jahren gab es viele intergenerationelle Lernmöglichkeiten, Projekte und Netzwerke, die sich jedoch nicht mit den wechselseitigen Aspekten von Altern oder gemeinsamen Lernen auseinandersetzten. Können Sie sich vorstellen, dass diese Aspekte einen Mehrwert für unsere Gesellschaft darstellen? 2) Wir leben in einer Zeit von gewaltigen Veränderungen: wirtschaftlicher Unsicherheit, steigende Abhängigkeit von Technologie, Social Media als immer wichtiger werdende Kommunikationsform, offensichtlich Abnehmendes Vertrauen in Politiker und Entscheidungsträger auf lokalem, regionalem und Europäischem Level. Kennen Sie Wege und Beispiele, wie Strategien und Initiativen zu aktivem Altern dabei helfen können, dass Menschen jeden Alters mit diesen Veränderungen umzugehen und wirtschaftlich und sozial aktiv zu bleiben?
  • Freiwillige Arbeit hat große Auswirkungen auf die/den Einzelnen und auf die Gesellschaft. Vor allem die freiwillige Arbeit von älteren Menschen lässt viel Raum für nicht-formales und informelles Lernen, für die Entwicklung von Lernfähigkeit und vieler anderer Fähigkeiten. Freiwillige Arbeit ist eine soziale Aktivität, die von sozialen, wirtschaftlichen, historischen, kulturellen und anderen Bedingungen beeinflusst ist und auch davon abhängt, wie das soziale Kapital entwickelt ist. Die Autoren beschäftigen sich freiwilliger Arbeit und betrachten die arbeitsrechtlichen und sozialen Bedingungen. Sie argumentieren, dass die freiwillige Arbeit von (älteren) Menschen nicht einfach als unbezahlte Arbeit gesehen werden kann, sondern eher als Freizeitaktivität unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Entwicklung, dem Knüpfen von Kontakten und der Solidarität. Außerdem stehen hinter jeder Art von freiwilliger Arbeit zwei Motive: Nächstenliebe und persönliches Interesse. Das Dokument enthält auch drei Beispiele von ehrenamtlicher Arbeit von älteren Menschen aus Slowenien, Österreich und Italien. Das gesamte Dokument in englischer Sprache finden Sie hier: http://www.foragenetwork.eu/at/
  • Ältere Menschen und Konflikte (no reactions)

    21.5.2014 20:35
    Derzeit konzentriert sich die aktuelle wirtschaftliche Situation in Europa hauptsächlich auf jüngere Menschen und deren Beitrag zur nationalen Wirtschaft. So werden die Bedürfnisse der älteren Menschen oft übersehen. Doch es kostet nicht viel Geld, um sich der Bedürfnisse der älteren Menschen anzunehmen. Die Erfahrungen aus dem europäischen Grundtvig Programm zeigen, das kleine Investitionen in Projekte für Lebensbegleitendes Lernen im Alter große Vorteile für die Gesellschaft, für lokale Gemeinschaften, Familien und jede/n Einzelne/n bringen. Die Bandbreite der Aktivitäten zeigt die große Vielfalt von Möglichkeiten für ältere Menschen. Aber die Förderungen waren immer nur temporär und erlaubten oft keine Nachhaltigkeit, auf die später aufgebaut werden konnte und über die auch andere erreicht werden konnten. Bezogen auf die gesamte Anzahl der älteren Menschen in Europa (2010 waren 21,1 % der europäischen Bevölkerung über 65 Jahre alt, was 60.000.000 Menschen entspricht), waren laut Eurostat weniger als 4% der Menschen über 65 Jahre in irgendeine Form von Lernen involviert. Mit den wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln und sehr wenigem Wissen über die Bedürfnisse von jenen, die nicht an Programmen teilnehmen, ist die Gesellschaft gezwungen die Vorteile der Mittelverwendung zu maximieren. Vorhandene Mittel sollten besser verteilt werden und wir sollten versuchen die Lernbedürfnisse dieser „unsichtbaren“ älteren Menschen zu verstehen. Viele Grundtvig Projekte zeigen, dass ein möglicher Weg, um diese „Unerreichbaren“ zu erreichen, die Befassung mit deren Lebensabschnitten, deren Leistungen und Erfolgen und deren aktuellen und vergangen Lebenskrisen, ist. Um mit diesen Situationen im Leben besser zurecht zu kommen und mögliche Lösungen zu finden, ist ein Zugang zu Lernmöglichkeiten hilfreich. Europa befindet sich derzeit in einer besonderen Lage. Neben der Wirtschaftskrise sind wir mit Menschenbewegungen in und durch Europa, meist als Ergebnis von Konflikten, konfrontiert. Wir benötigen ein besseres Verstehen der Auswirkungen von all diesen Konflikten auf jede/n Einzelne/n. Die Bewertung von vergangen Erfahrungen – und davon gibt es viele – kann uns helfen, besser mit der aktuellen Situation umzugehen. In den letzten 40 Jahren hat Europa große politische und wirtschaftliche Veränderungen gesehen, friedvolle und auch traumatische. Auch im heutigen Europa gibt es geteilte Städte, wie Belfast oder Nicosia. Andere Städte, wie Berlin, konnten wieder erfolgreich zusammengeführt werden. Wenn wir uns mit den älteren Menschen in diesen Städten auseinandersetzen können wir von ihnen lernen. Auf der ForAge Internetseite finden Sie ein interessantes Diskussionspapier zu diesem Thema: „Older People’s Learning from Engagement in Massive Social Conflicts and Collective Actions“, verfasst von Prof. Dusana Findeisen, von der Slowenischen Universität des Dritten Lebensalters und Dr. Anna Grabowska, von PRO-MED sp. an der Technischen Universität in Gdánsk in Polen. Beide sind Mitglieder des Forage Netzwerkes und haben sich damit auseinander gesetzt, wie Menschen aus Konflikten lernen. Das Dokument beinhaltet einen theoretischen Input und praktische Beispiele. Auch werden wichtige Fragen zu diesem Thema diskutiert und Fragen aufgeworfen und die Anwendung von Cybertechnologie angesprochen. Sie sind herzlich eingeladen sich an der Diskussion zu beteiligen! Jim Soulsby jim.soulsby@btinternet.com 12th May 2014
  • Sehr wenige ältere Menschen der ethnischen Minderheiten, der Volksgruppe der Roma, ältere MigrantInnen und Flüchtlinge nehmen an Bildung und Lernprogrammen teil. Auch die statistischen Daten über deren Lernteilnahme sind unzureichend. Es gibt auch sehr wenige Informationen über deren Bedürfnisse, um sinnvolle Lernaktivitäten entwickeln zu können. In Europa gibt es auch sehr wenige Beispiele guter Praxis zu diesem Thema. Das ForAge Team würde sich über folgende Daten und Informationen freuen: • Praxisprojekte, wie man ältere Menschen der ethnischen Minderheiten, der Volksgruppe der Roma, ältere MigrantInnen und Flüchtlinge erreicht, sie unterrichtet und motiviert. • Relevante nationale, regionale und lokale Strategien. • Forschungsbelege oder -berichte • Statistische Bevölkerungsdaten über Ethnien, Migration und Alter und relevante Daten über deren Lernteilnahme. • Erfahrungsberichte von älteren Lernen-den über den Nutzen von Lernen und über möglicherweise überwundene per-sönliche und soziale Barrieren. • Erfahrungen über eine Zusammenarbeit zwischen Regierung, sektorübergreifenden Organisationen und den betroffenen Gruppen, die möglicherweise zu einem besseren Verständnis der Lern-bedürfnisse, zu zielgerichteten Maßnahmen und besserer Finanzierung geführt haben. Wir freuen uns über Ihre Diskussionsbeiträge!
  • Ältere Menschen lernen aus ganz verschiedenen Gründen. Meistens, weil sie immer in Bildungsaktivitäten eingebunden waren, aber auch aus persönlichen Gründen, wie Veränderungen im Leben im Bereich Gesundheit, der Arbeitssituation, oder auch aufgrund von sozialen oder politischen Veränderungen. Es gibt überzeugende Aussagen von älteren Lernenden, welche große positive Veränderung Lernen in ihrem Leben bewirkt hat, vor allem in den Bereichen Selbstvertrauen, der Fähigkeit Zugang zu wichtigen Informationen zu bekommen und Entscheidungsfähigkeit. For-schungsergebnisse zeigen auch, dass Lernen in jedem Alter und in jedem Lebensabschnitt Gefühle von Wohlbefinden und das Gefühl gesund zu sein bewirkt. Viele der Bildungsmöglichkeiten für ältere Menschen werden von Lehrenden aus-gearbeitet, die jedoch oft dazu tendieren „Bildung nach Plan“ anzubieten und nicht notwendigerweise eine Bildung, die auf die Bedürfnisse der älteren Lernenden, den jeweiligen Lebensabschnitt und die Lebens-aussichten zugeschnitten ist. Jedes Lernangebot sollte jedoch auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein, die sich wiederum sehr oft nach dem Alter und dem jeweiligen Lebensabschnitt richten. Es gibt viele Untersuchungen der Bedürfnisse, Hoffnungen, Erfolge und Fortschritte von älteren Lernenden, diese geben uns jedoch nicht unbedingt eine Übersicht über die Bedürfnisse von Lernfremden, die in der Zahl den Lernenden ja weit überlegen sind. Es gibt viele Bemühungen, um ältere Menschen zu empowern und deren gesundes Altern zu fördern. Aber diese Bemühungen nutzen gewöhnlich nicht die Kraft und das Potential von Bildung. Bildung kann Menschen helfen ihr Leben zu managen und ihr jeweils ganz eigenes Empowerment Programm zu entwickeln, das auf ihr eigenes Leben zugeschnitten ist. Bildung kann helfen den jeweils eigenen gesunden Lebensstil zu finden. Bildung und Lernen für ältere Menschen sollte viel besser auf jene Aspekte des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens zugeschnitten sein, die eine positive Gesellschaft für ältere Menschen schafften möchte, in der sie sich wertgeschätzt fühlen.
  • Gender: Lernen für Männer und Frauen (no reactions)

    24.5.2013 19:20
    Wenn Lernen auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Lernenden zugeschnitten wäre, dann würden sich Gender Fragen in diesem Bereich gar nicht stellen. Die individuellen Lernbedürfnisse betreffen neben kulturellen und nationalen Fragen und Fragen der Klasse und der Herkunft auch Fragen des Geschlechts und auch frühere Erfahrungen mit formellem Lernen (Erfolge/Misserfolge, nach Geschlecht aufgeteilte Klassen, Alter bei Schulaustritt, erweiterte Möglichkeiten usw.) Die Veränderungen in unseren Gemeinschaften überall in Europa hatten jenen nachteiligen Effekt, dass die verschiedenen Gesellschaftsschichten weniger Möglichkeiten und Plätze finden, um Kontakt zueinander zu haben. Geschlechtsspezifisches Lernen könnte an Orten stattfinden, wo Menschen, Männer und Frauen, zusammenkommen, wie etwa Kaffeehäuser, Sportstätten usw. Wie auch immer, diese Lerngelegenheiten sollten nur als erster Schritt gesehen werden, um Menschen mit neuen Formen und Orten für Lernen und andere gemeinschaftliche Aktivitäten zu begeistern, sie jedoch keinesfalls dazu zwingen.
  • Die finanzielle Unterstützung im Bereich Bildung allgemein und auch im Bereich Seniorenbildung sinkt in ganz Europa. Wenn es überhaupt eine Förderung gibt, kommt diese von den verschiedensten Stellen, sie ist jedoch oft sehr kurzfristig und wird nur an Bildungs-organisationen vergeben. Der Bereich des lebensbegleitenden Lernens im Alter fällt jedoch in die Zuständigkeit von vielen Organisationen, nicht nur jene im Bildungs-bereich. Das Grundtvig Programm geht ebenso davon aus, dass lebensbegleitendes Lernen im Alter in verschiedene Sektoren fällt, aber leider gibt es hier wenig Zusammenarbeit der verschiedensten Sektoren, Agenturen und Organisationen. Der Mehrwert des lebensbegleitenden Lernens im Alter findet sich nicht nur bei jedem/r Einzelnen, sondern in allen Bereichen der Gesellschaft, in wirtschaftlichen, sozialen, und gesundheitlichen Sektoren, aber auch in Familie und Gemeinschaft.
  • test (1 reaction)

    10.10.2012 11:19
    Test des deutschsprachigen Forums.